Sonntag, 21. September 2014

Die Grenzen des Eisernen Vorhangs – Hommage an Comte de Lautréamont? Auszug aus: Carl Gibson, Zeitkritik

Die Grenzen des Eisernen Vorhangs – Hommage an Comte de Lautréamont?

Herta Müller beschreibt die Grenzstreifen des roten Machtbereichs so, wie sie sich diese Todeslandschaften in ihren Alpträumen vorstellt, mit Bluthunden, die Körper ausweiden, mit Gerippen, die aus der Scholle hervorstechend in der Sonne verbleichen, mit treibenden Leichen im Fluss, mit infernalischer Grausamkeit, nicht viel anders als Comte de Lautréamont mehr als hundert Jahre vor ihr.
Damit glaubt sie auch noch, über die Diktatur geschrieben zu haben.
Wer in einigen Jahrzehnten etwas über das tagtägliche Leben in einer Diktatur wissen will, wird eine realistische Beschreibung der Zeitphänomene zu Rate ziehen und auswerten, nicht aber die Fiktionen und Zerrbilder einer bereits der Vergessenheit anheimgefallenen Phantastin aus dem rumänischen Banat.





Auszug aus: Carl Gibson, 
Zeitkritik

Werke von Carl Gibson: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gibson_(Autor)




Soeben erschienen:

Carl Gibson: 

Plagiat als Methode - Herta Müllers „konkreative“ Carl Gibson-Rezeption


Wo beginnt das literarische Plagiat? Zur Instrumentalisierung des Dissidenten-Testimoniums „Symphonie der Freiheit“ – 

Selbst-Apologie mit kritischen Argumenten, Daten und Fakten zur Kommunismus-Aufarbeitung 

sowie mit  kommentierten Securitate-Dokumenten zum politischen Widerstand in Rumänien während der Ceaușescu-Diktatur.


Rezeption - Inspiration - Plagiat!?






Herausgegeben vom Institut zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa, Bad Mergentheim. Seit dem 18. Juli auf dem Buchmarkt.
399 Seiten.


Publikationen des
Instituts zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa,

Copyright © Carl Gibson 2014
   

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